Pressemitteilung
(von NL Missionswerk - 29.10.2008)
PRESSEMITTEILUNG
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An die Redaktionen: Kirche, Kultur, Vermischtes

Neues Leben Stiftung: Werte-Award geht in die zweite Runde
Mutigem Handeln und phantasievollen Projekten eine große Bühne geben

A l t e n k i r c h e n – Der „Werte-Award“ der Neues Leben Stiftung (Altenkirchen) geht in die zweite Runde. Weil in den Medien meist schlechte Nachrichten Schlagzeilen machen, möchte die Neues Leben Stiftung bewusst dem „mutigen Handeln“ und „phantasievollen Projekten“ auf biblischer Basis „eine große Bühne geben“. Darauf wies der Vorsitzende der Stiftung, Prof. Helmut Schaal (Reutlingen), bei einem Empfang am 25. Oktober im Zentrum des Missionswerks Neues Leben in Wölmersen bei Altenkirchen/Westerwald hin. Glaube, Liebe und Hoffnung seien Werte, die bleiben und die man auszeichnen wolle. Der Werte-Award wird erneut in drei Kategorien vergeben: für couragiertes Handeln, für innovative und strukturverändernde Projekte und für das herausregende Lebenswerk eines Menschen. Jedermann ist aufgefordert, bis zum 31. Juli 2009 entsprechende Vorschläge bei der Stiftung einzureichen. Die Preisverleihung soll am 22. November 2009 im Tagungs- und Freizeitzentrum „Schönblick“ in Schwäbisch Gmünd stattfinden. Über die Vorschläge entscheidet eine Jury, der unter anderem der frühere sächsische CDU-Fraktionsvorsitzende, Fritz Hähle (Chemnitz), der Bibel-TV-Geschäftsführer Bernd Merz (Hamburg) und der Direktor des Hilfswerks World Vision, Christoph Waffenschmidt (Friedrichsdorf), angehören. Schirmherr des Werte-Awards ist der Profi-Golfer Bernhard Langer. Erstmals wurde der Werte-Award 2007 verliehen. Für ihr Lebenswerk wurde Sabine Ball (83) geehrt, die seit 1993 in Dresden das Café „Stoffwechsel“ betreibt. Den ersten Preis als innovatives Projekt erhielt das christliche Jugendzentrum „Die Arche“ in Chemnitz. Für couragiertes Handeln im Alltag wurde der 78-jährige Rentner Johannes Strohm (Schorndorf bei Stuttgart) ausgezeichnet, der morgens Alte, Kranke und Sterbende besucht und nachmittags und abends Kinder betreut, um deren Eltern auf diese Weise Zeit zu schenken.

2.000 Sportler-Bibeln verschenkt
Auch außerhalb des Wettbewerbs fördert die im Jahr 2001 gegründete Stiftung zahlreiche Initiativen innerhalb des Neues-Leben-Gruppe. Drei besondere Projekte wurden beim Empfang vorgestellt. Unter anderem wurde die Verbreitung der „Sportler-Bibel“ des missionarischen Werks „SRS Pro Sportler“ (Altenkirchen) unterstützt. Bei zwei Marathon-Laufveranstaltungen in diesem Jahr in Fürth und Ulm wurden insgesamt 2.000 dieser Bibeln, die neben dem biblischen Text auch Lebensberichte von Sportlern enthalten, an Interessenten kostenlos weitergegeben. Ziel sei es, dass jeder Sportler in Deutschland eine solche Bibel erhalten soll. Ferner wurde das Café „Breakout“ in Berlin-Kreuzberg gefördert. Die Mitarbeiter des Cafés helfen ausländischen Kindern und Jugendlichen bei der Integration in die deutsche Gesellschaft. Unter anderem wurde die Anstellung von zwei Sozialarbeiterinnen unterstützt, erläuterte Wilfried Schulte (Altenkirchen) von „Neues Leben Medien“. Vor allem Mädchen werden bisher erreicht. Um auch Jungen anzusprechen, suche man nun dringend einen männlichen Sozialarbeiter. Ebenfalls wird der Bau von 22 Blockhütten auf dem Gelände des Neuen-Lebens-Zentrums in Wölmersen gefördert. In den Hütten sollen vor allem Teenager bei den Festivals des Missionswerks untergebracht werden. Die Nachfrage sei in den letzten Jahren deutlich angestiegen, hieß es zur Begründung. Statt Interessenten abzusagen, wolle man zusätzlichen Platz schaffen. Schaal hofft, dass es in Folge der Finanz- und Wirtschaftskrise den Mitarbeitern der Stiftung verstärkt gelingt, gerade „in der Welt der Unternehmen“ Werte zu vermitteln. Er hoffe deshalb, dass die Stiftung schon bald solche Anfragen erhalte.

Ohne Gott werden Werte manipulierbar
Der Unternehmer und Sportfunktionär Hermann Gühring (Leonberg bei Stuttgart) wies darauf hin, dass Werte in der Gesellschaft immer wichtiger würden. Dabei gebe es vier große „Marktlücken“, an denen sich Unternehmer, Politiker, Künstler und auch Missionare orientieren müssten, wenn sie Erfolg haben wollten. Dies seien die Sehnsucht der Menschen, als Individuum wahr- und ernstgenommen zu werden, die Sehnsucht nach echten Beziehungen, die Sehnsucht nach Geborgenheit oder einem „Nach-Hause-Kommen“ sowie die Sehnsucht nach einem tragfähigen Fundament und nach verbindlichen Maßstäben für eine sichere Orientierung. Auf alle diese Marktlücken könnten Christen überzeugende Antworten geben. Denn alle Probleme hätten ihre Ursache darin, dass die Menschheit sich von Gott als der lebendigen Quelle abgewandt habe. Gühring meinte ferner, dass ein Weltbild ohne den Schöpfergott letztlich Verantwortung zu einem manipulierbaren Begriff mache. Dann werde das Kollektiv wichtiger als der Einzelne und Ethik und Moral würden dem Lustprinzip untergeordnet. Wenn es keine letzte Instanz - also Gott - mehr gebe, würden die Entfaltung der eigenen Persönlichkeit und das Leben nach dem Lustprinzip zu neuen Götzen. Dann sei es nur noch ein kurzer Weg dahin, wie es Jesus Christus vorausgesagt habe, dass die Ungerechtigkeit überhand nehmen und die Liebe in vielem erkalten werde. Gühring: „Es ist kalt geworden auf dem Planeten.“ Wo aber das menschliche Herz bei Gott andocke - laut Gühring „dem Felsen in der Brandung der Weltgeschichte“-, könnten die Sehnsüchte des Menschen gestillt werden.

Kontakt: www.werte-stiftung.de, Tel. 02681/94 11 16

Altenkirchen, 28. Oktober 2008
Klaus Rösler